Fassatal: das Gebiet und die Ortschaften

Das Fassatal (ladinisch Val de Fascia), im Herzen der Dolomiten gelegen, dehnt sich von Nordosten des Trentino bis zur Grenze der Provinz Bozen (Südtirol) und Belluno (Veneto) aus.

Es besteht aus sieben Kommunen, wird komplett vom Fluss Avisio durchflossen und ist von einigen der wichtigsten Dolomitenmassiven umgeben: die Bleichen Berge, die Marmolata, die Sellagruppe, der Lankofel, die Rosengartengruppe. Die Anknüpfung zu anderen Dolomitentälern ist dank vieler Gebirgspässe gewährleistet: der St. Pelegrin Pass verbindet Moena mit dem Biois Tal (Belluno), der Karerpass verbindet Vigo mit dem Eggental (Südtirol), während man von Canazei aus die Ortschaft Livinallongo (Belluno) dank des Pordoijochs und das Grödental dank des Sellajochs erreichen kann. Die Wirtschaft ist sowohl im Winter als auch im Sommer vor allem dem Tourismus gewidmet.
Die Skigebiete des Tals sind Teil des Konsortiums Dolomiti Superski, das ausgedehnteste Skigebiet der Welt und die Aufstiegsanlagen können im Sommer genutzt werden, um die bequemsten Ausgangspunkte für zahlreiche Ausflüge zu erreichen, die von Hochgebirgsseen, Wäldern und steilen Gebirgswänden geprägt sind. Da es sich um das einzige Tal des Trentino handelt, wo man bis heute die dolomitisch-ladinische Sprache spricht, sind Brauchtum und Tradition, die sich dieser Kultur widmen, sehr ausgeprägt: Geschichten, Legenden, Erzählungen, die sich auf die majestätischen Berge beziehen und Vigo di Fassa mit seinen Kultureinrichtungen "Istituto Culturale Ladino Majon di Fascegn" und dem Museum "Museo Ladino".